Deutsches E-Hockey-Team – “Gut gewappnet für die WM”

Am 6. August findet um 21 Uhr findet das Eröffnungsspiel der E-Hockey-WM in München statt. Wir haben vorab mit Teammanager Julian Wendel gesprochen und ihn gefragt, welche Erwartungen die deutsche Mannschaft hat.

Gruppen E-Hockey-WM 2014

Stefan Utz, Projektleiter WM, Anja Wouters, Technische Delegierte des ICEWH, Birgit Kober, Sportbotschafterin der WM und Uli Maurer, EHC Red Bull München bei der Gruppenauslosung im Mai. Deutschland wird es in Gruppe A mit den Gegnern Italien, Finnland und Belgien nicht leicht haben. Foto: EWH 2014

Wie bereits im Blog angekündigt, beginnt am Abend des 6. Augusts die Elektrorollstuhl-Hockey-WM in München. Bevor die deutsche Nationalmannschaft um 21 Uhr laut Spielplan den Anfang macht und gegen das belgische Team das Turnier im Eisstadion des Olympiaparks eröffnet, haben wir Julian Wendel, den Teammanager der deutschen Mannschaft um seine Einschätzung gebeten: wie gut sich die Mannschaft vorbereitet fühlt, wie die Gewinnchancen und die Erwartungen sind und wie groß das Event ausfallen wird.

Wie ist das deutsche Team sportlich und mental drauf?

Julian Wendel: In den letzten Jahren hatte die deutsche Nationalmannschaft einen personellen Umbruch zu bewältigen.

Julian Wendel

Teammanager Julian Wendel. Foto: EWH 2014

Arrivierte WM-Helden von 2010 haben sich zurückgezogen und junge, talentierte Nachwuchskräfte streben ins Team. Inwieweit diese dem hohen Niveau vor allem unter dem großen Druck gewachsen sind, wird sich letztendlich erst während des Turniers zeigen. Die erfahreneren Spieler um Kapitän Jörg Diehl werden die Mannschaft aber sicherlich gut anführen und mitreißen, so dass wir denken, vor allem mental gut eingestellt zu sein. Die sportlichen Bausteine haben wir über die vergangenen zehn Monate verteilt in sechs Trainingslagern (jeweils zwischen drei und sechs Tagen) angelegt, wir starten also in allen Belangen gut gewappnet ins Turnier.

Wie stehen die Chancen fürs deutsche Team?

Julian Wendel: Aufgrund des neu eingeführten Klassifizierungssystems, das ehemals körperlich unterlegene Mannschaften etwas bevorteilt, ist eine Favoriteneinschätzung diesmal sehr schwierig. Wir erwarten, dass sich das Leistungsniveau der Mannschaften untereinander stärker angleicht und Teams wie die Niederlande nicht mehr so eklatant überlegen sind. Trotzdem muss man besonders die Finalisten der EM 2012 Niederlande und Belgien auf der Rechnung haben. Die deutsche Mannschaft hat mit ihren Vorrundengegnern Belgien, Finnland und Italien das schwerstmögliche Los gezogen. Unter dieser Voraussetzung wird der Einzug ins Halbfinale nicht einfach, bleibt aber selbstverständlich unser Ziel. Wünschenswert wäre dann natürlich die Teilnahme am Endspiel!

Wie geht die Mannschaft mit dem Erwartungsdruck um?

Julian Wendel: Ich glaube, von Erwartungsdruck auf die deutschen Spieler kann man nur bei wirklich großen Sportarten sprechen, wo ein starkes mediales und öffentliches Interesse herrscht. Angesichts unserer kleinen Sportart wird sich die Tatsache, dass wir vor eigenem Publikum spielen, wahrscheinlich eher positiv auswirken. Jeder ist mit absoluter Begeisterung und einem nie gekannten Gefühl dabei, von so vielen Menschen angefeuert zu werden. Umso wichtiger ist es, dass möglichst viele Menschen ins Olympia-Eissportstadion strömen und das deutsche Team nach vorne peitschen.

Wie viele Besucher werden erwartet?

Julian Wendel: Das Organisationskomitee der WM hat unglaubliche Arbeit geleistet. Die Weltmeisterschaft 2014 wird schon vom Eventcharakter her alle bislang organisierten E-Hockey-Turniere in den Schatten stellen, soviel ist jetzt schon sicher. Selbstverständlich ist die Halle zu groß, um sie mit einer Nischensportart wie E-Hockey komplett zu füllen. Da die Öffentlichkeitsarbeit im Münchner Raum sowie in den sozialen Netzwerken aber sehr erfolgreich verlaufen ist, erwarten wir zumindest beim Eröffnungsspiel und am Finaltag an die 500 Zuschauer.

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