Eindrücke von den Mapping-Aktionen in Bonn und Aachen

Im Rahmen der regionalen Bildungstage haben Freiwillige der Lebenshilfe NRW  Mapping-Aktionen in Bonn und Aachen durchgeführt. Eva Dörter, die Organisatorin der Aktionen, hat uns einige interessante Eindrücke der Mapper zugeschickt.

Von uns an alle Mapper ein riesengroßes Dankeschön! Jeder einzelne Ladeninhaber, der durch euch zum Nachdenken über mehr Rollstuhlgerechtigkeit angeregt wurde, ist eine Chance.

Mehr Informationen zur Organisation von Mapping-Aktionen gibt es hier. Jeder kann mitmachen und die eigene Stadt durch eine Mapping-Aktion verändern!

Die Freiwilligen haben sich in den Innenstädten von Bonn und Aachen in Grüppchen auf den Weg gemacht und Restaurants, Cafés, Geschäfte, Banken, Theater, Apotheken, Arztpraxen u.v.m auf Rollstuhlgerechtigkeit überprüft.

An den meisten Orten wurden wir nett empfangen und die Ladenbesitzer oder Angestellten haben die Initiative überwiegend begrüßt. In einigen Geschäften erhielten die Freiwilligen die Möglichkeit, direkt mit der Geschäftsführung zu sprechen und diese über Wheelmap zu informieren.

Insgesamt viele Orte rollstuhlgerecht

Die von uns überprüften Geschäfte waren größtenteils  Rollstuhlgerecht oder teilweise Rollstuhlgerecht. Es gab aber auch immer wieder Geschäfte, die von außen nur über mehrere Stufen zugänglich waren. Es hat sich gezeigt, dass, auch wenn auf den ersten Blick ein Ort nicht barrierefrei zugänglich scheint, es sich ab und zu lohnt trotzdem mal nachzuhaken. Manchmal gibt es einen barrierefreien Hinter- oder Nebeneingang.

bonnerrathaus

 

Foto von MichelleWalz

Knackpunkt Arztpraxen – Zugänglichkeit ist mangelhaft

Anders sah es leider bei den Arztpraxen aus. Keine der von uns geprüften Arztpraxen war rollstuhlgerecht.  Dieses Ergebnis unterstützt die These des deutschen Ärztetages und der Bundesarbeitsgemeinschaft Ärzte für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung sowie vieler Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen, dass die Qualität der medizinischen Versorgung von Menschen mit Behinderung in Deutschland häufig unzureichend ist. Ein oft genanntes Defizit ist die mangelnde Barrierefreiheit von Arztpraxen, wie auch wir feststellen konnten.

Wheelmap-Aufkleber wird nur zögerlich angenommen

In den meisten Geschäften, die wir mit einem Wheelmap-Aufkleber ausstatten wollten, waren die Angestellten eher zurückhalten und gaben vor, sie müssten dies erst mit der Geschäftsleitung absprechen. Wir werden in Zukunft mal darauf achten, ob die Läden die Aufkleber tatsächlich verwenden.

Uns ist auch aufgefallen, dass – so schön die Aachener Innenstadt ist – sie für Rollstuhlfahrer wegen des vielen Kopfsteinpflasters und den zum Teil hohen Steigungen nicht sehr einfach zu besuchen ist.

Fazit

Insgesamt hat die Aktion viel Spaß gemacht und die Freiweiwilligen sind sich einig, dass Sie auch weiterhin an anderen Orten mappen werden, um Rollstuhlfahrern zu helfen und Ladenbesitzer zu sensibilisieren.

 

Veröffentlicht in Mapping-Aktion
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Hier beantworten wir häufig gestellte Fragen rund um die Funktionalität der Wheelmap.
Wann ist ein Ort rollstuhlgerecht?
Ein einfaches Ampelsystem kennzeichnet die Rollstuhltauglichkeit der Orte:
Der Ort mit all seinen Räumen ist rollstuhlgerecht.
Der Ort ist prinzipiell zugänglich, aber nicht alle Räume.
Der Ort ist für einen Rollstuhlfahrer nicht zugänglich.
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