Wir stellen vor: Aparajita, die Wheelmap-Botschafterin in Indien

Vor zwei Wochen haben wir euch in einem kurzen Interview Ameerah vorgestellt, die die Seite für uns ins Arabisch übersetzt. Heute reisen wir noch ein paar tausend Kilometer weiter bis Indien, um euch ein weiteres tolles Mitglied unserer Community vorzustellen: Aparajita. Sie ist eine echte Wheelmap-Botschafterin und hat Wheelmap.org ihren Schülern, Freunden und sogar schon der indischen Presse nahegebracht. Wir bedanken uns bei Aparajita für ihren unermüdlichen Einsatz und ihren Kampf um ein inklusiveres Indien!

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Wie hast du von Wheelmap.org erfahren?

2012 konnte ich leider nicht an der DLD Women Conference teilnehmen, aber ich habe auf der Seite alles über die Konferenz, die Vorträge und die Sprecher nachgelesen. Dabei stieß ich auf Raul und Wheelmap.org. Ich war von seiner Arbeit sehr berührt und bin sofort auf Wheelmap.org gegangen und ein Wheelmapper geworden. Seitdem hat er nicht nur mich inspiriert, sondern auch meine Freunde und Schüler in Indien.

Wie ist aktuell die Situation für mobilitätseingeschränkte Menschen in Indien?

Die indische Regierung bemüht sich darum, die Bedeutung infrastruktureller Einrichtungen für mobilitätseingeschränkte Menschen zu steigern. Leider geht das nur in einem Schneckentempo voran- aber es tut sich etwas.

Was müsste sich vor allem ändern, um die Situation mobilitätseingeschränkter Menschen in Indien zu verbessern?

Was ich bisher nicht beobachte ist ein entspannter und “normaler” Umgang mit mobilitätseingeschränkten Menschen. Das liegt zum Teil an dem Mangel inklusiver Bildung in Indien. Es gibt hier nicht viele Einrichtungen, die von Menschen mit und ohne Einschränkung genutzt werden. Das fängt erst jetzt langsam an. Darauf sollte der Fokus in unseren Kommunen und lokalen Einrichtungen gerichtet werden, so dass alle die Dringlichkeit der Angelegenheit verstehen.

Wie waren die Reaktionen, wenn du den Leuten das erste Mal von Wheelmap.org erzählt hast?

Interessanterweise gab es recht unterschiedliche Reaktionen. Meine Schüler waren der Sache gegenüber sehr aufgeschlossen und das Interesse unter Kindern war definitiv sehr groß. Manche haben sich dann einfach so auf Wheelmap.org angemeldet, andere weil es ein Thema in einem meiner Kurse war und wiederum andere, weil sie sehr technikinteressiert sind. Was auch immer der genaue Grund war, ich hatte mein Ziel erreicht: die Jugend für das Thema zu sensibilisieren.
Generell allerdings muss ich leider auch sagen, dass nur wenige Menschen die große Dringlichkeit des Themas verstehen und begreifen, wie wichtig es ist, jetzt zu handeln.

Was sind deine Pläne für die Zukunft?

Ich möchte Regierungsstellen und private Organisationen kontaktieren um mehr Aufmerksamkeit für das Thema zu erzeugen und sie dazu zu drängen, mehr Angebote für mobilitätseingeschränkte Menschen zu schaffen. Ich möchte sie auch dazu bekommen, Wheelmap.org als Werkzeug zu benutzen. Und natürlich werde ich Wheelmap.org weiterhin nutzen, um Kinder und Jugendliche für das Thema zu sensibilisieren.

Das beste an Wheelmap.org ist, dass es für viele Wheelmapper weltweit zugänglich ist. Meine herzlichsten Grüße an Raul und sein Team!

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