Mapping-Aktion der Malteser-Jugend in Freiburg

Am 29. Oktober waren 14 angehende Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter mit Wheelmap und Rollstuhl in den Einkaufsstraßen des schönen Städtchens im Breisgau unterwegs. Die Mapping-Aktion war Bestandteil einer Jugendgruppenleiter-Ausbildung und wurde von der Malteser-Jugend Freiburg organisiert.

Mapping-Aktion mit Rollstühlen in Freiburg

“Passe ich hier mit dem Rollstuhl durch?” Die Teilnehmer der Mapping-Aktion in Freiburg, die von der Malteser Jugend organisiert wurde, erlebten die Rollstuhlgerechtigkeit von Supermärkten aus realistischer Perspektive.

Die Teilnehmer im Alter von 16 bis 24 Jahren bewerteten 53 Prozent der Orte in der Freiburger Innenstadt mit grün, also als voll rollstuhlgerecht, weitere 30 Prozent als teilweise rollstuhlgerecht. 17 Prozent der Geschäfte stuften sie als nicht rollstuhlgerecht ein. Insgesamt hat die Malteser-Jugend Freiburg 73 Orte anhand der Wheelmap markiert. Ihre Einschätzungen konnten sie dabei selbst überprüfen: Sie waren in Rollstühlen unterwegs, die ihnen für die Aktion leihweise zur Verfügung standen.

Die Teilnehmer der Mapping-Aktion in Freiburg berichten:

 „Als wir uns auf die Mapping-Aktion vorbereiteten, nahmen wir uns vor, 60 Geschäfte in der Freiburger Innenstadt zu besuchen und auf ihre Barrierefreiheit hin zu überprüfen. Wir waren erstaunt, dass die Verantwortlichen der Geschäfte keine Vorbehalte gegenüber unserer Aktion hatten und freuten uns, mit welcher Hilfsbereitschaft wir alle und insbesondere unsere Rollstuhlfahrer behandelt wurden. Insgesamt überprüften wir so 73 Geschäfte.

Es fiel uns gar nicht so schwer, uns einen Tag in einen Menschen mit Behinderung zu versetzen. Allerdings wurden plötzlich kleinste Dinge zum größten Hindernis – zum Beispiel das Freiburger Kopfsteinpflaster oder das Einsteigen in eine Straßenbahn, das besonders in der Innenstadt durch hohe Stufen schwierig war.

Wir stellten fest: Grundsätzlich sind in Freiburg schon viele Geschäfte komplett barrierefrei oder nur mit winzigen Hindernissen versehen. Nur wenige waren nicht barrierefrei oder hatten zu enge Gänge.“

Wir freuen uns über die positiven Eindrücke der Aktion und wünschen den angehenden Gruppenleitern und Gruppenleiterinnen eine erfolgreiche Ausbildung. Und wer weiß, vielleicht habt ihr dann Lust, selbst ein Mapping-Event zu organisieren… Wir würden uns freuen!

Veröffentlicht in Aktuelles, Mapping-Aktion
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Wann ist ein Ort rollstuhlgerecht?
Ein einfaches Ampelsystem kennzeichnet die Rollstuhltauglichkeit der Orte:
Der Ort mit all seinen Räumen ist rollstuhlgerecht.
Der Ort ist prinzipiell zugänglich, aber nicht alle Räume.
Der Ort ist für einen Rollstuhlfahrer nicht zugänglich.
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