Mapper in Tuttlingen markieren 400 Orte

Dass es nur eine Mapping-Aktion und eine engagierte Gruppe Mapper braucht, um an einem Tag den Stand der Rollstuhlgerechtigkeit im Ort sichtbar zu machen, zeigt die Initiative “tuttlingen | barrierefrei”. Die Freiwilligen fügten insgesamt 400 Markierungen in der Wheelmap hinzu.

Gruppenfoto Tuttlingen

Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Mapping-Aktion von “tuttlingen | barrierefrei”. Foto: tuttlingen | barrierefrei

Von Mathias Schwarz, Patrick Schilling und Vanessa Dekarz

Herzlich willkommen in Tuttlingen, im sozial-medialen Hinterland, wo gerade mal 100 öffentliche Orte in der Wheelmap angelegt und davon 80 Prozent noch unmarkiert waren. Um dies zu ändern, hat die erste Tuttlinger Mapping-Aktion 300 neue Locations in der Innenstadt hinzugefügt und ihre Rollstuhlgerechtigkeit eingetragen.

Auf Einladung einer privaten Initiative fanden sich etliche Teilnehmer zusammen, darunter Mitglieder des Gemeinderats, politisch aktive Bürger, Vertreter verschiedener Organisationen, die dem Thema nahestehen, und Interessenten, die über die sozialen Netzwerke angeworben wurden.

Der Baubürgermeister Willi Kamm konnte gewonnen werden, die Eröffnungsrede zu halten. Mit tatkräftiger Unterstützung von knapp 50 Teilnehmern konnten in eineinhalb Stunden alle 400 Locations der Innenstadt gemappt werden.

Treppen und fehlende Rampen häufige Barrieren

Die Initiative tuttlingen | barrierefrei kümmert sich in ihrem Blog weiter um das Thema und nimmt in einem ersten Schritt die Möglichkeit wahr, die Ergebnisse der Aktion im Rathaus zu präsentieren und durchzusprechen.

Tuttlingen in der Wheelmap (vorher und nachher)

Tuttlingen in der Wheelmap vor und nach der Mapping-Aktion. Foto: Tuttlingen Barrierefrei (Facebook)

Beim anschließenden Feedback der Teilnehmer zeigte sich, dass viele sowohl positiv als auch negativ von den gesammelten Eindrücken überrascht waren.

Einige Mapper, die sich bisher noch nicht mit der Problematik auseinandergesetzt hatten, wurden sich zum ersten Mal bewusst, wie viele Barrieren uns im Alltag tatsächlich begegnen. Insbesondere Treppen und fehlende Rampen an den Eingängen stellten sich als die häufigsten Barrieren heraus. Dieses Hindernis kann allerdings in vielen Fällen durch die Hilfsbereitschaft und das Engagement der Ladenbesitzer kompensiert werden.

Erfolg durch öffentliche Aufmerksamkeit

Durch die (überparteiliche) Aktion ist es den Mappern gelungen, Passanten und Ladenbesitzer mit Nachruck auf die Wichtigkeit des Themas Rollstuhlgerechtigkeit aufmerksam zu machen. Die Mapping-Tour war damit für alle ein voller Erfolg.

Mehr über die Mapping-Aktion in Tuttlingen und weitere Aktionen gibt es auf dem Blog der Initiative “tuttlingen | barrierefrei” , auf Facebook und auf Twitter unter dem Hashtag #TUTbarrierefrei. Gezielte Nachfragen sind per E-Mail an [email protected] möglich.

Wir finden, die Initiative in Tuttlingen ist ein tolles Beispiel für lokales Engagement mit der Wheelmap. Herzlichen Dank an Mathias, Patrick für die Organisation und an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer! Mach mit und mobilisiere auch Mapper in deiner Stadt oder deinem Ort für eine gemeinsame Mapping-Aktion.

Veröffentlicht in Mapping-Aktion
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